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Voller Saal beim juengerGIPFEL: Publikum blickt auf Bühne mit Lichtshow und Technikrigg.

juengerGIPFEL in Soest: 250 Mitarbeitende feiern, vernetzen und stärken Jugendarbeit in Westfalen

 

Soest. Rund 250 hauptamtliche Mitarbeitende aus der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit sind zum juengerGIPFEL in die Stadthalle Soest gereist. Das zweitägige Treffen der Evangelischen Jugend von Westfalen bot Raum für Austausch, Inspiration und geistliches Auftanken – mit einem vielseitigen Programm, das Körper, Seele und Geist gleichermaßen in den Blick nahm.

Schon beim Ankommen wurde klar: Das ist keine „normale“ Versammlung wie immer. Willkommen am Welcome-Desk, eine Stadthalle im juenger-Look, gemütliche Bereiche zum Verweilen – und erste Möglichkeiten, miteinander ins Gespräch zu kommen. Noch bevor es offiziell losging, luden Waffeln, Kicker und Brettspiele, eine Chill-Lounge, ein Kreativbereich und ein Raum der Stille zum Ankommen ein. Es war schon etwas ganz Besonderes, zu dem das Amt für Jugendarbeit der westfälischen Landeskirche eingeladen hatte.

Ein zentrales Angebot war „Körper – Seele – Geist“: In mehreren Runden konnten die Teilnehmenden Angebote wählen, die Bewegung, Kreativität, Spiritualität und neue Perspektiven verbanden – von Snoezelen, Yoga, Actionpainting, Kin-Ball und Geocaching über Labyrinth und Schreibwerkstatt bis zur Segnungsoase. Inspiration für die Arbeit vor Ort oder ganz persönlich.
Ein besonderes Highlight: die „Gondelgespräche“ – ein Austausch mit der Präses Adelheid Ruck-Schröder in einer echten Skilift-Gondel. Die Begegnungen brachten Einblick in Visionen, Sorgen und das „Herzblut“ der Jugendarbeit. In einem Videostatement würdigte die Präses anschließend das Engagement der Mitarbeitenden der Berufsgruppe. Sie betonte die unglaubliche Chance für die Kirchenkreise, mit der Jugendarbeit einen Schwerpunkt zu bilden und diese Arbeit richtig gut zu begleiten.

Am Abend brachte das Duo HARTMANNMUELLER mit der Performance „Deep Talk“ Jugendthemen ehrlich und einfühlsam auf die Bühne: körperliche Veränderungen, erste Liebe, Verlust und Tod – und die Frage, welche Rolle christliche Erziehung und Glaube im Heranwachsen spielen.
Danach setzte sich der Austausch in lockerer Atmosphäre fort: Lounge-Ecken, Kopfhörer-Party und Kneipenquiz wurden zu Begegnungsorten. Alte Kontakte aufwärmen, neue knüpfen, Austausch und viel Freude an diesem seltenen Berufsgruppentreffen.

Musikalisch bekam der Gipfel einen eigenen Klang: Der Titelsong „Fürchte dich nicht“ – entstanden in Zusammenarbeit mit Joris Kasten und Björn Amadeus – feierte auf dem juengerGIPFEL seine Live-Premiere und ist inzwischen auch auf gängigen Plattformen verfügbar.

„Man merkt, die Leute haben Lust sich zu connecten und zu erleben: wir sind viele und eine große Gemeinschaft und stärken uns gegenseitig“, schildert Daniel Rempe aus dem Vorbereitungsteam seinen Eindruck. „Wir freuen uns sehr, dass all unsere Überlegungen so wunderbar real werden“.

Der nächste Morgen begann mit einer „Morgenroutine“ in unterschiedlichen Formen – vom Joggen über christliches Yoga bis zu Taizégebet, Worship, PocketPilgern, Journaling und Kaffee-Ritual. Als weiteres Kernstück folgte das Großgruppenformat OpenSky: offenes Denken, gemeinsame Fragen, Ideen und Antworten – und viele Anregungen für die Praxis vor Ort.

Einen festlichen Abschluss bildete das „GipfelMAHL“: an langen Tischen zusammenkommen, das Leben feiern – mit Musik, Texten, Gesprächen und gemeinsamem Essen.

Der Gipfel endet – der Weg, gemeinsam als Jugendarbeit die Zukunft der Kirche mitzugestalten, geht weiter.