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Beschluss 2026/5: Stärkung von Beratungs- und Bildungsangeboten im Kontext einer möglichen Wehrpflicht sowie Förderung alternativer Freiwilligendienste
angenommen
Die Ev. Jugend ist aufgefordert, pädagogische Angebote zur Friedensbildung und zur
konstruktiven Konfiktbearbeitung in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit zu
stärken und weiterzuentwickeln.
Darüber hinaus fordert die Ev. Jugend von Westfalen aufgrund der gesellschaftlichen
und politischen Debatte über die Wiedereinführung der Wehrpflicht:
- die Landeskirche und politische Akteure auf, neutrale und ergebnisoffene
Beratungsangebote, bereitzustellen. - die politischen Akteure auf, eine auskömmliche Ausstattung der Freiwilligendienste – im Verhältnis zur geplanten Wehrpflicht inklusive einer Imagekampagne, zu realisieren.
Begründung
Die Diskussion über eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht betrifft junge Menschen unmittelbar.
Gerade deshalb ist es wichtig, dass sie umfassend informiert werden und eigenständig Entscheidungen
treffen können. Pädagogische Angebote zur Friedensbildung, Gewaltprävention und Konfiktlösung sollen
in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit weiter gestärkt und ausgebaut werden. Die Evangelische Jugend versteht Friedensbildung als zentralen Bestandteil evangelischer Bildungsarbeit. Gleichzeitig
stellen Freiwilligendienste eine wichtige Möglichkeit dar, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und solidarisches Handeln zu fördern. Eine Stärkung und bessere Sichtbarkeit dieser Angebote ist daher ein wichtiger Beitrag zu einer lebendigen Zivilgesellschaft.